Nachhaltige Sourcing-Landscapes 2.0
Was ist das Hauptziel des Projekts?
Das Projekt zielt darauf ab, nachhaltig bewirtschaftete, abholzungsfreie Landschaften zu schaffen und so die Wettbewerbsfähigkeit sowie diversifizierte, klimaresistente Kakaoproduktionssysteme und die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zu stärken. Darüber hinaus befasst sich das Projekt mit Themen wie Entwaldung und der Kontamination von Kakao und anderen Agrarrohstoffen mit Agrochemikalien. Dies erfordert die Zusammenarbeit zwischen lokalen, regionalen und nationalen Akteuren auf Betriebs- und Landschaftsebene. Aus diesem Grund sind die Zusammenarbeit mit den lokalen Akteuren und die Unterstützung durch den regionalen Fachrundtisch für Kakao von grosser Bedeutung. Eine vielfältige Gruppe von Partnern, darunter Kakaoexporteure, Genossenschaften und spezialisierte Organisationen, hat sich zusammengeschlossen, um die identifizierten Herausforderungen anzugehen und auf eine nachhaltige und abholzungsfreie Landschaft hinzuarbeiten.
Wie trägt das Projekt zu einer nachhaltigen Kakaoproduktion bei, die sich an den Zielen der SWISSCO Roadmap 2030 orientiert?
Das Projekt konzentriert sich auf folgende Schwerpunktbereiche: existenzsicherndes Einkommen, Agroforstsysteme, Rückverfolgbarkeit und Produktivität. Damit zielt es darauf ab, die Entwicklung auf nachhaltige Weise und unter Anwendung eines klimafreundlichen Ansatzes zu fördern. Das Projekt unterstützt den Übergang zu entwaldungsfreien Kakaoproduktionsmethoden durch die Verbreitung bewährter Verfahren – mit besonderem Augenmerk auf der Vermeidung chemischer Verunreinigungen. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit der Kakaoproduzenten gestärkt werden.
Welche Schritte werden während des Projekts unternommen?
Das Projekt verfolgt zwei Ansätze. Der erste besteht darin, die Steuerung zu konsolidieren, um die Nachhaltigkeit der Massnahmen zu gewährleisten. Zu diesem Zweck werden Anstrengungen unternommen, um den regionalen Kakao-Runden Tisch zu stärken und dessen Zusammenarbeit mit der Regionalregierung von San Martín zu verbessern. Der zweite Ansatz ist die direkte Zusammenarbeit mit Kakao-Genossenschaften, um nachhaltige Anbaumethoden zu fördern, darunter Agroforstsysteme, biologischer Anbau und der Einsatz digitaler Lösungen, die zur Einhaltung internationaler Standards beitragen.
Wie lokale Organisationen und Behörden in die Planung, Durchführung und Entscheidungsfindung des Projekts einbezogen werden
Lokale Organisationen und Behörden sind für die nachhaltige Wirkung unseres Projekts von entscheidender Bedeutung. Wir arbeiten eng mit dem peruanischen Kakao-Verband (APPCACAO), dem regionalen Fachausschuss für Kakao sowie mit Genossenschaften zusammen, die die Kakaobauern in San Martín vertreten. Darüber hinaus pflegen wir eine intensive Zusammenarbeit mit den Regional- und Provinzregierungen.
Máximo Rondan Ramos, Geschäftsführer der Kooperative Asproc-NBT Tocache, sagt: „Wir spüren viel Begeisterung und Hoffnung bei diesem Projekt. Bisher hatten wir noch nie so viele Schweizer Besucher auf unseren Plantagen empfangen. Ihr Interesse ist ein Signal, das uns motiviert, weiterhin nachhaltig Kakao anzubauen.“
Dieses Projekt trägt dazu bei, die Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen in San Martín, der wichtigsten Kakaoanbauregion Perus, zu konsolidieren. Es wird die Bewirtschaftung der Kakaolandschaft fördern, um eine nachhaltige, entwaldungsfreie Kakaoproduktion zu gewährleisten.
Was sind die erwarteten Ergebnisse des Projekts?
Das Projekt sieht drei Hauptergebnisse vor. Erstens werden Interessenvertreter aus dem öffentlichen, privaten und kommunalen Sektor die Kakaobeschaffungslandschaft gemeinsam verwalten und sich dabei von einer gemeinsamen Vision leiten lassen, die grünes Wachstum und Null-Emissionen betont. Zweitens wird erwartet, dass die Bauern sowohl ihre Produktivität als auch ihren Absatz steigern, indem sie nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige und klimaresistente Produktionssysteme einführen, die nicht zur Abholzung führen. Drittens werden auf regionaler und nationaler Ebene sowohl öffentliche als auch private Interessengruppen Landschaftsmanagementmodelle anerkennen und unterstützen, die auf die Förderung nachhaltiger, entwaldungsfreier Produktionsverfahren abzielen.
Wie eine nachhaltige Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus gewährleistet wird
Die Einbindung von Akteuren der Regionalregierung und ihrer für die landwirtschaftliche Produktion zuständigen Behörden ist ein wesentlicher Bestandteil der Projektmassnahmen. Im Rahmen des regionalen Fachrundtischs zum Thema Kakao soll eine partizipative Dynamik etabliert werden, aus der heraus Massnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Kakaoproduktion auch über die Projektlaufzeit hinaus vorangetrieben werden sollen.
Die Zusammenarbeit mit den Genossenschaften wird deren fachliche Kapazitäten stärken und sicherstellen, dass die Förderung nachhaltiger Praktiken in der Kakaoproduktion zu einer Schlüsselaufgabe wird, die von den Fachberatern vor Ort und den Produzenten anerkannt wird.
Involvierte Organisationen